SPORT statt GEWALT
Ein Sportfest der besonderen Art
Veranstalter des Sportturniers sind das Polizeirevier Neckarstadt, die GBG Mannheim, MFC Phönix 02, Quartiermanagement Neckarstadt-West und Quartiermanagement Herzogenried
Teilnehmende Mannschaften sind die 4. Klassen der Neckarstadt
Das Sportfest besteht aus 3 Turnieren, in denen jeweils ein Klassenverbund als Turniersieger gesucht wird:
- Fussball
- Geschicklichkeitsparkour
- Tauziehen
Das Projekt Sport statt Gewalt 2010 verfolgt das Ziel, dass bereits frühzeitig bei den Neckarstädter Schülerinnen und Schüler eine präventive Wirkung durch den und die soziale Bedeutung des Sports vermittelt wird. Dies beinhaltet sowohl Körpererfahrung, Anerkennung, Erfahrung von Stärke, Leistungsdenken, Kanalisierung und Abbau von Aggressionen, Einübung von Regeln, soziale Auseinandersetzung, Zusammenarbeit mit einem DFB-Jugendtrainer des Polizeireviers Neckarstadt-West.
Um dieses Ziel zu erreichen, sollen im Rahmen eines Sportturniers die 4ten Klassen der Neckarschulen sich untereinander messen, sei es in einem Fußballturnier, in einem Seilziehwettbewerb oder in einem Beweglichkeitsparkour.
Sport kann so mehr sein als Spiel, Spannung und körperliche Anstrengung; sportliche Begegnungen können Menschen über Grenzen hinweg zusammenbringen, man lernt sich kennen, misst seine Kräfte und respektiert zugleich den anderen. Sportliche Begegnungen tragen so einen Beitrag zur Integration, Gleichberechtigung und friedlichem Zusammenleben leisten. In diesem Zusammenhang betrachtet, stellt der Sport oft das einzig verfügbare „Trainingsfeld“ für die Stärkung von Selbstbewusstsein, sozialem Status, Erfolg und Anerkennung dar.
Integration: Keine Ausgrenzung, wenn jemand „anders“ ist. Unterschiedliche Meinungen, Nationalitäten, Hautfarben oder Kulturen sind Teil der Philosophie.
Gleichberechtigung: Durch die körperliche Voraussetzungen sind Jungs in der Regel sportlich bevorzugt. Dies bedeutet häufig, dass Jugendliche versuchen, nur mit einer reinen Jungenmannschaft zu spielen, um größere Siegchancen zu besitzen. Aus diesem Grund ist die Einbindung von Mädchen in den Mannschaften Pflicht.
Gewaltfreiheit: Begeht ein Mannschaftsmitglied eine Tätlichkeit oder eine Beleidigung gegenüber dem Gegner, dem eigenem Mannschaftsmitglied oder Schiedsrichterteam wird die Mannschaft aus dem Wettbewerb ausgeschlossen. Es gibt andere Wege, um Stress- und Konfliktsituationen friedlich zu lösen. Der Gegner ist zu respektieren – ohne Gegner kein sportlicher Wettkampf.
Spaß am Spiel: Im Vordergrund steht der Spaß und die Freude am Sport. Der Umgang mit Siegen aber besonders mit Niederlagen soll gemeinsam verarbeitet werden. Faires Verhalten ist die Basis für einen respektvollen Umgang miteinander. Eine Niederlage mit Würde akzeptierten, wäre ein großer Schritt zur Gewaltlosigkeit.


